Monatsarchiv: Februar 2015

Samstagskaffee und dann Abflug

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… ich hab mir schon ewig vorgenommen beim Samstagskaffee vorbeizuschauen. Hat nie geklappt, aber jetzt mit weniger Kaffee und Alkohol (Fastenzeit!) bin ich morgens putzmunter. Dafür gibt es gleich einen Espresso :). Vor meinem Flug in die Wahlheimat Kairo reicht die Zeit sogar für mein Stickprojekt im Bett aus. Bis Ostern soll es fertig sein (ich hab ja das Motto: create more, consume less) und Teil einer blumenhaften Osterdeko werden. Aber jetzt geht es zur Samstagskaffeerunde bei ninja und dann nach Kairo. Ihr hört von dort von mir.

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Hängende Gärten

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Diesen Blogpost widme ich der lieben Silke. Sie bereitet gerade das Haus ihrer Schwiegeroma zum Einzug vor und findet dabei allerlei Schnickschnack und tolle Dinge, die sie mir liebenswerter Weise überlasst. Dadurch bin ich schon in den Besitz von tollen 50/60er Jahre Lampen gekommen und einem wunderhübschen alten Wohnzimmertisch (Fotos folgen noch). Heute möchte ich euch aber eine Vintage-Fototasche von Silke vorstellen, die sich in unser Schlafzimmer gesellt hat. Dort hängt sie an einem Schwemmholzast, den ich von einem Spaziergang am Rhein mitgebracht habe. Die Fototasche beheimatet zwei Exemplare von unserer umfangreichen Sukkulentensammlung.

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Und damit passt sie wunderbar in das aktuelle Thema der Urban Jungle Bloggers Judith und Igor. Sie haben dazu aufgerufen, Fotos von hängenden Pflänzchen aller Art zu zeigen. Da hab ich doch tatsächlich was zu zeigen…Meine Pflanzen hängen nämlich ganz lässig in einer alten Fototasche und sonst auch noch in kleinen Glaskugeln mit Innenleben…Also ab damit zu allen Urban Jungle Freunden…Und ein dickes DANKE an Silke für ihre Freizügigkeit…

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Happy house & nice things im Februar

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Mein Jahr ging recht rasant los und war leider auch von einigen traurigen Momenten gekennzeichnet. Umso wichtiger scheint es, sich an den fröhlichen und schönen Dingen zu erfreuen, die einem im Alltag begegnen. Die Schnörkel des Alltags feiern ist ja auch das Motto für die derzeitige erste Fastenwoche. Umso besser, dass Kerstin von dem inspirierend bunten Blog Jan`s Schwester zu einer Linkparty rund um das Thema „Happy house & nice things“ aufgerufen hat. Sie zeigt jeden Dritten Donnerstag im Monat „happy Zeugs“ aus ihrem bunten Zuhause. Manchmal ist ein wenig heile Welt sehr heilend für die geplagte Seele. Also habe ich mich auch gleich daran gemacht, mein Lieblings „happy Zeug“ in meinem Zuhause festzuhalten. Das hat mich wundersamer Weise zu allererst auf unser Stilles Örtchen geführt – dort geht es nämlich recht happy und nice zu. Und da konnte ich mich auch irgendwie immer noch nicht so richtig von meiner Weihnachtsdeko trennen. Dort erinnern mich außerdem die bunten Fotografien, die mein Herzmensch aus meinem WG-Zimmer in Kairo gemacht hat, an meine wunderbare Zeit dort.

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Auch macht mich gerade meine neu genähte Badgardine recht happy. Den Stoff dazu habe ich zu Weihnachten von einer Freundin geschenkt bekommen, die ihn von einer Reise nach Dubai mitgebracht hat.In diesem Sinne: be happy, don`t worry!

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Sieben Wochen ohne…Konsum!

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Wie jedes Jahr sind die sieben Wochen vor Ostern für mich eine besondere Zeit. Ich mache regelmäßig mit bei der Aktion der evangelischen Kirche „Sieben Wochen ohne.“ Die Passionszeit ist die Fastenzeit in der Westkirche. Traditionell wird 40 Tage lang auf Fleisch, Alkohol, Eier und oft auch auf Milchprodukte verzichtet. Die Zahl 40 erinnert an unterschiedliche Begebenheiten in der Bibel zum Beispiel die 40 Tage, die Mose auf dem Berg Sinai verbrachte oder die 40 Jahre, die das Volk Israel durch die Wüste zog.
Ich nehme diese Zeit als Anlass, um alltägliche Routinen zu durchbrechen und auch mal was Neues auszuprobieren. Häufig lassen sich solche neuen Verhaltensweisen dann auch auf das restliche Jahr übertragen. Ich verzichte meist auf Fleisch (dadurch probiert man jede Menge neuer vegetarischer Gerichte aus), Kaffee (das ist wirklich furchtbar, ich versuche tolle Teesorten als Alternative zu kaufen, aber das ist nur ein schwacher Trost!), Süßes (Heul!) und Alkohol (ja, das Leben ist trotzdem in diesen sieben Wochen lebenswert…). Die Sache mit dem Kaffee ist wirklich mit körperlichem Leiden verbunden, denn man bekommt Kopfweh, ist furchtbar müde und hat mega schlechte Laune. Mein Kollege hat während der schlimmsten ersten drei Tage mal zu mir gesagt: „Maria, bitte geh nach Hause!“. Nun ja, dieses Jahr lasse ich das Fasten von Kaffee sein. Ist besser für meine Mitmenschen – da bin ich ganz sozial.
Das Motto der diesjährigen Aktion „Sieben Wochen ohne“ ist, das Unverwechselbare zu entdecken und zu feiern. „Du bist schön“ steht auf dem diesjährigen Fastenkalender:
„Wir wollen die Schönheit suchen, würdigen und feiern, vor allem da, wo sie sich nicht herausputzt und in Pose wirft. Und wo wir sie gelegentlich über¬sehen: weil sie nicht den gängigen Ma߬stäben entspricht oder einfach weil wir mit der eigenen Selbst¬optimierung beschäftigt sind. Was verstellt uns immer wieder den Blick für die Pirouetten der Natur, die schönen Schnörkel des Alltags und den liebenswerten Wirbel in der Stirn unserer Liebsten?“
Die schönen Schnörkel des Alltags zu entdecken finde ich eine wirklich gute Sache. Jawohl, lasst uns die schönen und unvollkommenen Schnörkel des Alltags feiern! Ich kann nur sagen, dass es gut tut, mal was anders zu machen. Dabei muss man ja auch nicht unbedingt verzichten, man kann das Ganze auch umdrehen und einfach bestimmte Dinge MEHR machen: Freunde besuchen, in die Kirche gehen, der Nachbarin helfen oder was auch immer… „Joy is the best make up!“

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Ich habe mich zur diesjährigen Fastenzeit auch dazu entschieden, sieben Wochen lang nichts mehr zu konsumieren außer die Dinge, die man zum alltäglichen Überleben benötigt. Bei mir ist das vor allem Essen. Ich esse gerne und ja, auch viel! Ich hab mir vorgenommen, mein Essen noch häufiger frisch auf dem Markt und beim Bauernladen um die Ecke zu kaufen. Dann spart man sich auch den ganzen furchtbaren Plastemüll, in dem die Sachen aus dem Supermarkt eingepackt sind. Was ich nicht mehr kaufen werde sind Klamotten, Bücher (ich kaufe ständig Kochbücher! Hilfe!) und jeden anderen Schnickischnacki-Kram. Ich hab sowieso von allem genug und viel zu viel. Viel lieber möchte ich das, was ich habe, neu kombinieren und umgestalten nach dem Motto: Consume less, create more! Ich hab mir auch fest vorgenommen, Dinge, die ich nicht mehr brauche, auf dem Flohmarkt zu verkaufen oder zu verschenken…
Bei den Konsumabstinenzlern handelt es sich um eine neue Bewegung oder zumindest um einen neuen Trend. Wer mehr darüber erfahren will, findet Infos in diesem Artikel und auf dem Blog Culture of Less.
Mir ist schon klar, dass weniger und damit zusammenhängend auch nachhaltiger Konsum wieder was ist, was sich vor allem die Wohlstandsgesellschaft leisten kann. Denn häufig geht das einher mit einer Art digitalem Lebensstil, der die Shared Economy überhaupt erst ermöglicht. Dennoch finde ich es eine wichtige Sache weniger oder zumindest bewusster zu konsumieren. Häufig geht diese Forderung auch einher mit einer anderen Perspektive auf unsere Arbeitswelt, denn wer weniger konsumiert, benötigt weniger Geld und muss deshalb auch weniger arbeiten. Wer nicht das eigene Haus mit Garten und passendem Kombi (wahlweise Sportwagen) als Lebensziel verfolgt, der muss auch weniger Geld sparen und deshalb nicht notwendigerweise die vielbeschworene Karriereleiter im Blick haben. Die Generation Y hat das ja offensichtlich sowieso nicht. Die gut ausgebildeten dieser Generation seien nicht mehr mit Status und dickem Auto hinter der Ofenbank hervorzulocken! So pikieren sich zumindest derzeit die Personaler im Land. Die Generation Y sitzt lieber auch mal auf der Ofenbank. Ich finde das prinzipiell eine gute Entwicklung, denn das bedeutet auch, dass man Karrierewege neu definieren muss. Es werden zukünftig nicht mehr nur die 60-Stunden Wochen zählen. Ich glaube beides ist möglich, muss möglich werden: zufrieden in einem herausfordernden Beruf sein und mehr Zeit zu haben für was auch immer. Das wäre vor allem auch für die vielen hervorragend ausgebildeten Frauen, die sich wieder mehr für Familie entscheiden, eine gute Nachricht. In diesem Sinne: STOP THE GLORIFICATION OF BUSY….and start the revolution (mehr dazu im Haus Bartleby: Zentrum für Karriereverweigerung).

Merci Cherie!

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…ich halte eigentlich nicht so viel vom Valentienstag – also ich persönlich brauch ihn nicht. Allerdings habe ich heute meinem Herzmenschen trotzdem ein kleines Schokoladenküchlein gebacken. Ich musst einfach mal DANKE sagen, denn er musste heute Morgen früh aufstehen, nachdem er gestern Abend bis spät den Keller aufgeräumt hat. Heute morgen hat er dann den Sperrmüll (also alles was man wirklich nicht mehr gebrauchen kann) auf die Mülldeponie gefahren. Danach hat er mir geholfen wieder das Auto mit alten Möbeln und Lampen und Fliesen vollzuladen und dann hat er geduldig zu Hause wieder alles im Keller verstaut. Dafür gebührt ihm ein dickes dickes DANKESCHÖN!

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Pilz-Collage

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Ihr wisst ja: Wir lieben Pilze!

Und da ich gerade unsere Wandgestaltung etwas verändere ( wie hier im Flur oder Schlafzimmer), habe ich eine Collage gemacht, die uns „in den Pilzen“ zeigt.

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Flurfunk: Wimpel Ahoi

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Bei uns zu Hause zieht langsam frischer Frühlingswind ein und nach dem ganzen grau in grau draußen, wird es hier drinnen bei uns bunt. Naja, es sollte wohl schon klar geworden sein, dass ich nicht so auf das puristische Schwarz-Weiß-Design stehe…Diesmal war unser Flur dran. Dort hängen normalerweise viele fröhliche Kinderbilder, die wir von unseren kleinen Freunden zugeschickt bekommen oder manchmal in der Galerie eines ortsansässigen Kindergartens kaufen. Da gibt es richtige kleine Drachenmalkünstler!

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Im Flur gibt es jetzt also neue Bilder und Drucke. Das Leitmotiv ist auch nicht schwer zu erkennen: WIMPEL AHOI!

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Die bunten kleinen Zeichnungen sind übrigens von einer Freundin und Ex-Mitbewohnerin aus Studienzeiten: Cuddly Creatures.

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Kuchenrezept aus dem (Nahen) Osten: Eierschecke

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Ich habe auf Wunsch einer lieben Kollegin gebacken und zwar eine Eierschecke. Das ist eine Kuchenspezialität aus Sachen und Thüringen. Der Kuchen besteht aus drei Schichten: einem Hefe- oder Rührteig, einer Quarkschicht und einer Pudding-Eier-Schicht. Ich hatte ja schoneinmal eine thüringer Kuchenspezialität mit dem Prophetenkuchen vorgestellt – hier ist nun eine weitere.

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Das folgende Rezept für die Eierschecke ist ein uraltes Familienrezept von der Familie meines besten Freundes, der den Kuchen so schon oft gebacken hat und von den ich den Kuchen lieben gelernt habe.

Zuerst einen Vanillepudding machen und unbedingt kalt werden lassen!

Der Boden:

150g Mehl

80g Zucker

80g zerlassene Butter

1 Ei

1 EL Backpulver

Daraus den Teif kneten und in eine gefettete runde Backform drücken (ohne Rand)

Die Quarkschicht:

750g Magerquark

2 Eigelb

1 Päckchen Vanille pudding

Schale von einer abgeriebenen Zitrone

Zucker nach geschmack

etwas Milch ca. 4 EL  (aber Vorsicht, nicht zuviel, sonst wird es zu dünn)

Alles gut verrühren und auf dem Kuchenboden verteilen.

Für die Puddingschicht

75g zerlassene Butter

75g Zucker

2 Eigelb

Alles schaumig rühren und dann löffelweise den Pudding unterrühren. Dann die 4 Eiweiß schlagen und unterheben. Auf der Quarkschicht verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad 1 1/2 Stunden backen. Und dann schmecken lassen.

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Leichtes Essen für kalte Tage: Bulgogi

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Dieses Wochenende ist mein bester Freund zu Besuch und da hatte ich natürlich große Lust ihn gut zu bekochen. Da wir beide schon zusammen in Kairo beim Koreaner geschwelgt haben, war koreanisch die beste Wahl. Es gab Bulgogi – das heißt übersetzt „Feuerfleisch“ und ist ein koreanisches Festtagsgericht. In Korea wird das marinierte Rindfleisch häufig auf einem Tischgrill gegrillt. Durch die süßliche Marinade bekommt es einen leckeren und kräftigen Geschmack. Das Gericht kann mit Reis oder in unserem Fall mit Glasnudeln gereicht werden. Es ist wirklich sehr lecker und ich kann es jedem, der mal was anderes ausprobieren möchte nur empfehlen…auch wenn der beste Freund gerade nicht da ist! 🙂

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Für vier Personen sollt man ca. 800g Fleisch rechnen. Man kann Lende sehr gut dafür verwenden oder man nimmt die etwas teuren Filetstücken. Man muss das Fleisch in ganz dünne Streifen schneiden. Das geht am besten, wenn man das Fleisch 30 min oder etwas länger einfriert.

Daraus wird die Marinade gemacht:

* Bund Frühlingszwiebeln

* 1 Karotte (mit dem Schäler in dünne Streifen geschabt und klein geschnitten)

* 6EL dunkle gute Sojasoße

* 4 TL Zucker

* 3Knoblauchzehen (zerdrückt)

* 1 TL Sesamkörner

3 EL Sesamöl

etwas Wasser, schwarzer Pfeffer, eine reife Birne (geschält und zerdrückt)

All das wird zusammengemischt und mit dem Fleisch vermengt. Dann abdecken und für 30 Minuten bis 3 Stunden kühl stellen. Nicht über Nacht marinieren, denn sonst wird das Fleisch zu würzig. Dann brät man das Fleisch kurz in der Pfanne an. Ich habe noch Frühlingszwiebeln und Champignons dazugegeben.

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Bei uns gab es dazu natürlich auch noch mein Favorit – den süß, scharfen Nudelsalat mit selbstgemachtem Kimchi. Das Rezept für Bibim Guksu findet ihr hier. Jeder, der es auch mal scharf mag, ist hier richtig!

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