Archiv der Kategorie: Vintage Möbelliebe

Sofa raus – Sofa rein

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Ja, das alte grüne Samtsofa meiner Großeltern sah cool aus. Aber es war furchtbar unbequem. Und da jetzt die dunkle Jahreszeit beginnt, in der man herrlich stundenland ohne schlechtes Gewissen Filme schauen kann, musste ein neues, großes, gemütliches Lümmelsofa her. Ich bin wirklich verliebt in mein neues Sofa und der grüne Bruder bekommt woanders einen Ehrenplatz…Versprochen!

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Welcome Marimekko

marimekko-gardine-4Manche mögen es ja ruhig und mit gedeckte Farben im Schlafzimmer. Nö, bei uns lieber nicht!  Ich mag große Muster und knallige Farben. Deshalb hab ich meine Nähmaschine rausgeholt und meinen wunderschönen Marimekko-Stoff zu Gardinen genäht. Das Design der finnischen Firma ist von Maija und Kristina Isola und von 1964, als große Muster und knallige Farben angesagt waren. Ich finde die riesigen Blumen einfach phantastisch, sie machen den Raum gemütlich, tauchen es in ein wunderbares Licht, verbreiten gute Laune und passen zu den restlichen Möbeln aus dem gleichen Zeitraum.

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Draußen sein

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Wir haben diese Woche viel Zeit im Freien verbracht. Endlich ist das passende Wetter dazu und im Garten blüht schon alles. Wunderbar, wenn man so tolle Gärtner hat wie wir hier und es sich dann einfach im Grünen gemütlich machen kann. Wir haben uns treiben lassen, haben uns gesonnt und Boule gespielt. Gute Begleiter waren uns dabei unsere schönen neuen bzw. alten Liegestühle in rot und grün. Über die beiden sind wir im Sozialkaufhaus gestolpert und nun gehören sie zum Frühsommer dazu. Genießt die Sonne und das Wochenende  -am besten Draußen!

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Pimp my Chippendale

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Bereits letztes Jahr hat eine Freundin ein altes Häuschen gekauft, das entrümpelt werden musste. Da war ich natürlich gerne dabei und habe einige kleine Schätze davongetragen. Ein größerer Schatz war ein alter Chippendale-Tisch, der zum Wegschmeißen viel zu schade war. Nun ist „klassisch“ nicht gerade mein Stil bei mir zu Hause. Deshalb habe ich den Tisch mit „Old Fashioned Milk Paint“ einen Marigold-Gelben Anstrich verpasst. Ich habe zum ersten Mal mit dieser  Farbe gearbeitet und bin ziemlich begeistert. Nun ist der Tisch sogar zu unserem neuen Couchtisch geworden und macht das Wohnzimmer noch hübscher.

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Herein Herr Sekretär

 

 

 

 

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Bei uns ist am Wochenende ein neuer (alter) Sekretär eingezogen. Es war so ein Fall von „die Dinge kommen zu dir“, denn wir waren gar nicht auf der Suche danach. Und er wurde uns quasi auch noch gebracht. Er ist gekommen, um zu bleiben. Wahrscheinlich kommt er aus den 60er Jahren. Woher genau bleibt sein Geheimnis. Aber er fühlt sich sichtlich wohl hier, denn er hat auch gleich noch angemessene Deko – neu gefunden auf dem Flohmarkt und im Sozialkaufhaus – bekommen. Der kleine gelbe Wecker ist ein Traumstück und noch voll funktionstüchtig. Zusammen mit der Lampe und den Kranichen schaffen sie das richtige Ambiente für den Herr Sekretär.

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Schädelkunst

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Wir waren am Osterwochenende mit dem schlechten Wetter eher Indoor und haben gemalt – und zwar auf Schädeln. Dabei herausgekommen ist eine bunte Wanddeko, die sich zu den anderen bereits vorhandenen Geweihen gesellt. Welcher ist denn euer Favorit?  Die neue Wanddeko geht auch gleich rüber zum Creadienstag. Vorstellen kann ich euch auch noch meinen neuen Tisch, den ich von der lieben Silke, der ich schon Eierschecke gebacken habe, bekommen habe. Sie hat bei dem wunderschönene Tisch gleich an mich gedacht und ist froh, dass er nun wieder in Gebrauch ist. Danke dafür!

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Neuer Fund – Neuer Nachttisch

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Diese Woche hab ich mal wieder ein kleines Glück auf der Straße gefunden. Ein Freundin hat mir erzählt, dass eine Schule in ihrer Nachbarschaft ausmistet und da bin ich gleich hingeradelt. Dort stand ich dann staunend for einem riesigen Haufen alter Schulstühle. Wir haben dann soviele Stühle mitgenommen wie ins Auto passten, der Tippgeberin auch gleich welche vorbei gebracht und sind nach hause gedüst. wie es sich für Schulstühle gehört sind sie an der Lehne vollgekritzelt und mussten von jeder Menge angeklebten Kaugummis befreit werden 😉 …

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Nach der Reinigung dient einer davon nun als mein Nachttisch. Das ist ziemlich praktisch, weil es durch die extra Schreibfläsche noch mehr Platz für Licht, Bücher und Co gibt!

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Möbel im Geiste der Maschine

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Diesen Post habe ich schon eine ganze Weile im Kopf, aber es hat etwas gedauert, bis ich ihn aufgeschrieben habe, denn er war mit etwa Recherche verbunden. Den Ausschlag für diesen Post gab mir ein Museumsbesuch im Pillnitzer Schloss in Dresden, denn dort bin ich in das Schaudepot der Deutschen Werkstätten Hellerau hineingeraten…

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…und stand plötzlich vor meinen Möbeln, die ich zu Hause habe. Das war ein ziemlich merkwürdiges Gefühl und eine ganz neue Perspektive, wenn man seine Möbel als Museumsstück betrachtet…

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Der Besuch hat mich inspiriert, mich etwas ausführlicher mit der Designtheorie der 50er und 60er Jahre zu beschäftigen. Die Möbelwerkstätten in Hellerau, wo meine Möbel gefertigt wurden, sind aus einem Zusammenschluss von Handwerkern, Malern und Architekten Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Solche Werkstätten für Handwerkskunst gab es einige in Deutschland. Sie hatten das Ziel, den neuen Herausforderungen der industriellen Möbelfertigung zu begegnen und moderne Möbel ohne aufwendigen Schmuck und mit einer einfachen Formsprache zu schaffen. Unter Verwendung von qualitativ hochwertigen Rohstoffen und einer sorgsamen Fertigung sollten für die breite Masse bezahlbare Möbel entstehen. Es war klar, dass dies nur durch eine maschinelle Fertigung von einer hohen Stückzahl erreicht werden konnte. So entstand ein „Möbelstil aus dem Geiste der Maschine“ und die Form wurde aus dem Arbeitsprozess heraus entwickelt.

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Das bekannteste Ergebnis dieses Arbeitsprozesses sind die in Hellerau entwickelten Additionsmöbel. Über die Grenzen der damaligen DDR hinaus wurde der 1956 vom Bauhaus-Schüler Franz Ehrlich entwickelte Typensatz 602 bekannt und zählt heute zu den DDR-Designklassikern, die vom Bauhaus inspiriert und am internationalen Design orientiert waren. Die minimalistischen Entwürfe zeichnen sich durch eine klare Linienführung aus, die nur für abgerundete Schubkästen unterbrochen werden. Bei dem Typensatz 602 handelt es sich um ein modulares System mit 15 „komplettierungsfähigen Einzelmöbeln“, die je nach Wunsch zusammengewürfelt werden konnten. Auf diese Weise wurde der Nutzer der Möbel auch gleichzeitig zu einem Gestalter, denn zu den Grundüberzeugungen des Bauhauses und der Deutschen Werkstätten Hellerau gehörte, dass sich die Architektur und die Gestaltung dem schöpferischen Einsatz derjenigen öffnen sollten, für die sie gedacht waren und hergestellt wurden. Möbelgestaltung wird zu einem kollektiven Prozess zwischen Herstellern, Designern und Nutzern erhoben. Derjenige, der den Gestaltungsprozess beendet, ist der Nutzer der Möbel und nicht der Hersteller. Aus dieser Serie habe ich verschiedene Teile bei mir zu Hause stehen u.a. Couchtisch, Schreibtisch und diverse Schränke:

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Allerdings kam die moderne Formsprache dieser Möbel bei dem Politkader sehr viel weniger gut an, als bei den Nutzern der Möbel. 1955 gab die Deutsche Bauakademie eine Schrift unter dem Titel „Anbaumöbel: Kritische Betrachtung“ heraus und setzte somit den Startpunkt für die sogenannte Formalismusdebatte. Dabei wurden vorindustrielle Formideale der Möbelgestaltung hochgehalten und die Additionsmöbel als Ausdruck des „Verfalls der künstlerischen Anschauungen“ im Kapitalismus deklassiert. Diese Perspektive hat ihren Ursprung in der Orientierung an das stalinistische Modell von Kultur- und Kunstpolitik, bei der Kultur und Kunst zu Medien einer ideologischen Abgrenzung von westlichen Gesellschaftsmodellen betrachtet werden. Die Formästhetik der Additionsmöbel wie dem Typensatz 602 war in den Augen der politischen Elite „nicht gestaltungsfähig“. Die Dekorlosigkeit der Möbel verhindere jegliche Differenzierungsmöglichkeit und leiste somit dem Kosmopolitismus Vorschub. Mit dieser Argumentation, die Möbel zu einem Symbol nationaler Identität machen sollte, wurde die Produktion des „kosmopolitischen“ Typensatzes 602 recht schnell wieder eingestellt. Mit der von der SED-Führung eingeleiteten Formalismusdebatte setzte ein faktisches Verbot des produktiven Aufhebens des Bauhauserbes in der DDR ein, das erst in den 1970er Jahren aufgebrochen wurde.
Als Quellen für diesen Post habe ich die Erläuterungen in der Schaustellung in Pillnitz sowie folgende Bücher verwendet: Höhne, G. (2007). Das große DDR-Lexikon. Köln: Komet; Höhne, G. (2009) (Hg.). Die geteilte Form: Deutsch-deutsche Designaffären 1949-1989. Köln: Fackelträger.

Neuer Mitbewohner eingezogen – eine Musiktruhe von 1964

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Wir haben mal wieder ein kleines Vintage-Schätzchen im Sozialkaufhaus geborgen, mitgenommen und fein gemacht. Jetzt steht es in unserem Wohnzimmer und beherbergt unseren Schallplattenspieler, Fernseher und Co. Die Musiktruhe der Firma Körting hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Sie ist von 1964 und hat damals mehr als 1500 Mark gekostet (die Rechnung liegt noch bei). Abgesehen davon, dass sie todschick aussieht, hat sie auch noch ein Radio, das einwandfrei funktioniert und in bester Tonqualität trällert. Der SChallplattenspieler, der über dem Radio integriert ist, funktioniert leider momentan nicht. Aber das macht nichts, wir freuen uns trotzdem jeden Tag über unsere neue Mitbewohnerin wie Schneekönige!

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Good Bye Bye Vintage-Style

Hellerautisch

Hellerau Typensatz 602

Hellerauschrank

DDR Design

…da ich in der kommenden Woche auf das Internet und seine Errungenschaften verzichte, schicke ich euch mit ein paar Mid-Century-Fotoeindrücken in die Woche…und zwar diesmal ohne viele Worte, denn ich habe einige meiner Möbel vor ein paar Tagen in einem Museum entdeckt und greife das bald in einem eigenen Blogeintrag auf. Dabei werde ich auch etwas über die Möbel und ihrer Herkunft schreiben. Eine schöne Woche wünscht kuklainegypt!

DDR Design (2)

DDR Design II

Porzellan Upcycling

Radio 50er Wanddeko

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