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Gelenka-Sessel – Mein schönster Dachbodenfund

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Jahrelang schlummerten drei wahre Möbelschätze auf dem Dachboden meiner Eltern. Zuvor haben sie viele Jahre im Keller meiner Großeltern zugebracht. Irgendwann sagte meine Mutter zu mir, dass auf dem Dachboden alte Sessel rumständen, die mir sicher gefallen würden. Ich hab sie mir beim nächsten Besuch gleich angeschaut und war verzückt von diesen ziemlich charmanten Holzsesseln. Sie mussten natürlich abgeschliffen und neu gestrichen werden, aber das erledigte sich mit Leichtigkeit. Denn es war klar, dass sie von nun an zu unseren Lieblingsmöbelstücken gehören würden. Sie sahen besonders aus, denn die Sitzfläche und die Stuhllehne sind aus unzähligen beweglichen Holzfedern gearbeitet (was für einen enormen Sitzkomfort sorgt, da sich der Sessel dadurch dem Körper anpasst).

Gelenka-Sessel (5) Gelenka-Sessel (7) Gelenka-Sessel (2)

Nach etwas Internetrecherche konnte die Herkunft der Sessel bestimmt werden. Es handelt sich um Gelenka-Sessel nach einem Entwurf des Bauhaustischler Erich Dieckmann. Gelenka war eine kleine Möbelmanufaktur in Thüringen, die Möbelentwürfe des Bauhaus in Weimar standardisiert produziert hat. Wahrscheinlich stammen die Stühle aus den 1930er Jahren. Dieckmann leitete in Weimar die Möbelwerkstätten. Er beschäftigt sich in dieser Zeit mit standardisierten Holzsitzmöbeln. Typisch dabei ist eine Kufenkonstruktion, durch welche die Armlehne und das Stuhlbein miteinander verbunden sind. Das kann man sehr gut an meinen drei Exemplaren sehen.

Gelenka-Sessel (8) Gelenka-Sessel (3)

Ich mag die diese drei Sessel wirklich gern. Damit sie noch etwas gemütlicher werden, habe ich bei einem Schäfer medizinisch gegerbte Schaffelle besorgt, die das Sitzvergnügen noch kuscheliger machen…

 

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