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Cool Down – Kalte vegetarische Sommergerichte

Dieser Sommer ist heiß! Ich will mich nicht beschweren, auf keinen Fall, denn es muss ja so. Gleichwohl führt die Hitze dazu, dass mein Aktionismus nachlässt. Auch deshalb war die Sommerpause hier auf dem Blog etwas länger als geplant. Aber das hat alles auch etwas Gutes, denn so hatte ich Gelegenheit ein paar Dinge auszuprobieren und kann euch  jetzt hier davon berichten. So auch von meinen Lieblingssommergerichten, die man zum Glück wunderbar kalt genießen kann. In meiner Sommerküche gibt es etwas Leckeres vom Mittelmeer, etwas Süßes von meiner Omi und etwas scharfes Fernöstliches. Da sollte für jeden was dabei sein. Das Beste daran ist, dass man sie sehr schnell und einfach zubereiten kann.

gazpacho kirschsupper

Gurkenkimchi

Kalte mediterrane Gemüsesupper – Gazpacho

Gazpacho ist wirklich eines meiner Favoriten-Rezepte an heißen Tagen – man muss dafür nicht mal den Herd anstellen. Prima! Man braucht dafür für 4-6 Personen:
1 Salatgurke
2 Schalotten
1 rote und 1 grüne Paprika
5 Fleischtomaten
1 großes oder 2 kleine Fenchelknollen
1 Knoblauchzehe
600g passierte Tomaten
250ml Gemüsebrühe
4 TL Olivenöl
6 EL Sherryessig
Pfeffer und Salz nach Bedarf

Einfach das Gemüse klein schnippeln und mit den passierten Tomaten und der Gemüsebrühe vermischen und anschließend pürieren, abschmecken, würzen, kalt stellen, servieren. Ganz einfach und ganz schnell. Wer mag, der verfeinert das ganze noch etwas mit Sahne oder Creme Fraich – muss aber nciht sein.

Gazpacho (2)Gazpacho (1)

Kirschsuppe – eine Sommertradition aus Thüringen

Das klingt jetzt vielleicht für einige merkwürdig, aber ja ja, man kann aus Kirschen eine super leckere kalte Supper machen. Das Ganze schmeckt dann eher süß und kann auch als Nachtisch genossen werden. Es ist ein altes Landrezept meiner Familie und wird bei uns im Sommer sehr oft gegessen. Hierfür benötigt man nicht besonders viele Zutaten für 4-6 Personen:

1kg Süßkirschen (Sauerkirschen gehen auch, dann benötigt man etwas mehr Zucker)
3 EL Zucker
1 Zimtstange
500l Wasser (ein Teil davon kann auch durch Orangensaft ersetzt werden)
4 Brotscheiben

Das Brot wird in Würfel geschnitten, der Zucker mit dem Wasser verrührt und dann werden alle Zutaten zusammen kurz aufgekocht. Bei Bedarf kommt noch etwas Zucker hinzu. Das Ganze muss dann nur noch abkühlen. Wer es etwas feiner mag, der macht Grießklößchen anstelle des Botes hinein.

Kirschsuppe (1)

Gurkenkimchi mit Sobanudeln

Was macht sich ganz wunderbar in dieser Sommersuppenkombination? Noch was aus Asien natürlich. Ich bin ja leicht Kimchi-verrückt und deshalb darf ein koreanisches Gericht hierbei nicht fehlen. Aber es wird scharf! Eine ganz wunderbare Sache im Sommer (wir essen es aber immer!) ist Bibim Guksu – ein kalter süß-scharfer Nudelsalat mit Kimchi. Das dabei verwendete Kimchi wird traditionell im Herbst aus Chinakohl hergestellt. Das ist ein großes Familienfest und die Kimchiherstellung gehört zum imateriellen Weltkulturerbe. Weil ich mich für die Möglichkeiten des Fermentierens von Gemüse interessiere, habe ich mir dieses tolle Buch (Achtung: ja, wieder mal ein Kochbuch) besorgt. Da habe ich gelernt, dass man auch im Sommer Kimchi frisch machen kann – eben mit anderen Gemüsesorten. Ich habe das Gurkenkimchi ausprobiert.

Kimchi (3)

Man benötigt für 2-3 Personen:

8 kleinere Einlegegurken
Meersalz
2-3 EL koreanisches Chilipulver aus dem Asialaden
2 gepresste Knobizehen
2 TL Zucker
1 Bund Frühlingszwiebeln ganz klein gehackt
3 EL Anchovy- oder Fischsoße
etwas Wasser

Die Gurken wie ein „X“ aufschneiden, so dass man sie öffnen kann. Salz hineinstreuen und ca. 30 Min ruhen lassen. Danach das Salz gut abspülen und die Gurken trocknen lassen. Für die Marinade alle übrigen Zutaten miteinander vermischen, so dass eine dicke Paste entsteht. Diese dann vorsichtig in die Gurken füllen und diese in einem Glasbehältnis über Nacht fermentieren lassen (im Kühlschrank kann man sie noch bis zu 4 Tagen aufbewahren). Ich habe das Kimchi zusammen mit Soba-Nudeln (Buchweizennudeln) und einer scharfen roten Soße aus der Flüssigkeit des Grukenkimchi und koreanischer Chilipaste wie beim Bibim Guksu gemacht.

Kimchi (4)Kimchi (1) Kimchi (2)

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Rollenspiel – leckere vietnamesische Sommerrollen

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Da sich der Sommer diese Woche doch nochmal kurz gezeigt hat, habe ich die Gelegenheit genutzt und eines meiner Lieblingssommeressen gerollt. Viele kennen sie bestimmt vom Besuch beim Vietnamesen – die leckeren Sommerrollen. Essen, das gerollt werden muss, mag ich ja besonders gern. Ich habe hier ja auch schon mein Weinblätterrezept gezeigt (da wird natürlich auch ziemlich viel gerollt). Eigentlich ist das Rollen auch das schwierigste an den Sommerrollen, ansonsten sind sie kinderleicht und super fix zubereitet.
Das braucht man für 10 Stück:
10 Reispapierblätter
3 Kiwis
1 Bund Lauchzwiebeln
1 reife Avocado
¼ Eisbergsalat
½ Salatgurke
Bund frische Minze
Handvoll gehackte Erdnüsse oder Cashewnüsse (ungesalzen)
200g Garnelen
200g Hähnchenfleisch
50g Glasnudeln

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So geht`s:
Garnelen und Hähnchenfleisch (in Streifen geschnitten) garen. Nudeln kurz in Wasser kochen. Alles beiseite stellen. Kiwis und Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden. Alles andere in dünne Streifen schneiden. Minze hacken. Alle Zutaten zueinander stellen, so dass alles griffbereit ist. Die Reispapierblätter einzeln in lauwarmen Wasser 30 Sekunden einweichen (ist das Wasser kalt, dauert die Einweichzeit ca. 2 min). Reispapier vorsichtig aus dem Wasser nehmen und auf ein nasses Küchentuch legen. Dann der Reihe nach alle Zutaten in einem Streifen auf das Papier legen: Glasdudeln, Gurkensticks, Avocado, Hähnchen und/oder Garnelen, Salat, 2 Scheiben Kiwi darauf legen, mit Zwiebeln, Nüssen und Minze bestreuen und dann rollen was das Zeug hält. Am besten erst die Seiten umklappen und dann der Länge nach rollen. Als Dip kann man entweder eine süß-sauer Chilisoße nehmen oder eine mit etwas Wasser verdünnte Hoisin-Soße.

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What to do with all that zucchini? Albanischer Zucchini-Kuchen à la Kukla…

Zucchini-Kuchen (2)

Zucchini-Kuchen (3)

Passen zum letzten Reisefieber-Eintrag, der uns nach Albanien führte, kommt heute ein Vorschlag zu einem saftig-süßen Zucchini-Kuchen, der aus der albanischen Küche stammt, von mir leicht abgewandelt wurde und bei meinen Gästen bisher ziemlich gut angekommen ist. Außerdem ist es eine tolle Art Zucchini mal anders als im üblichen Risotto zuzubereiten! Für alle, die das Gemüse im Garten haben, stellt sich ja auch gerade die Frage, was man mit den vielen Zucchini macht. Ganz klar: diesen Kuchen – am besten mehrfach, denn er wird ziemlich schnell weggegessen!

Das benötigst du für den Kuchenteig:
350 g Zucchini fein geraspelt
150 g Möhren fein geraspelt
170 g Zucker (ich verwende Rohrzucker)
170 g Butter oder Margarine (schmeckt mit beidem super)
3 Eier (L) bzw. 4 Eier (M)
150 g Mehl
1Pck. Backpulver
Prise Salz bzw. Natron

Das sind die Zutaten für die Glasur:

1 Bio-Zitrone
40 g Puderzucker
200 g Frischkäse oder Mascarpone
2 TL Mohn

Und so wird daraus ein leckerer Sommerkuchen: Die Gemüseraspeln am besten in einem Leinenküchenhandtuch etwas auswringen, so dass die Zucchini Flüssigkeit verlieren. Dann den Zucker, Butte/Margarine und die Eier erst von Hand verkneten und dann mit einem Schneebesen glatt rühren. Mehl und Backpulver hinzufügen und vorsichtig miteinander verrühren. Schließlich das Salz hinzugeben und die Gemüseraspeln unterheben. Das ganze kommt in eine mit Backpapier ausgelegte Springform und wird im vorgeheizten Backofen (180 Grad, Umluft) auf mittlerer Schiene 45 min gebacken. Bevor man die Glasur vorbereitet und den Kuchen aus der Springform befreit, sollte er unbedingt abgekühlt sein.

Für die Glasur benötigt man den Saft und die Zeste einer Zitrone. Beides wird mit dem Frischkäse/Mascarpone und dem Puderzucker vermischt. Nachdem man den Mohn hinzugefügt hat, kann man die Masse vorsichtig auf den Kuchen streichen und servieren. Guten Appetit!

Zucchini-Kuchen (1)

KOREAN STYLE: BIBIM GUKSU

Bibim Guksu

Korean Style Korean Food

Ich habe meine Vorliebe für die koreanische Küche in Kairo kennengelernt. Dort gibt es eine große asiatische Community und deshalb auch ein phantastisches koreanisches Restaurant. Es ist bekannt für seine Grillspeisen – gegrillt wird dabei am Tisch. Als in Mannheim dann „Soban“ eröffnet hat und auch noch mein koreanisches Lieblingsgericht „Bibim Guksu“ angeboten hat, war ich begeistert. Bibim Guksu ist ein kalter, süß-scharfer vegetarischer Nudelsalat. Es ist das perfekte Sommergericht für alle, bei denen es auch mal scharf werden darf. Leider war es irgendwann nach einem Wasserschaden mit meinem Koreaner wieder vorbei und ich musste auf Rezept- und Zutatensuche gehen. Also habe ich mir ein paar Youtube-Videos von kochenden koreanischen Hausfrauen angesehen (ja, sowas gibt es zu Hauf) und vom Asia-Großhandel verschiedene Pasten ausprobiert, bis ich endlich alle Zutaten zusammen hatte. Nun wird das Gericht von Mal zu Mal perfektioniert.
Ein wesentlicher Bestandteil des Gerichts sind Soba-Nudeln und Kimchi. Soba-Nudeln sind lange, dünne Buchweizen-Nudel, die sehr bekömmlich sind und sowohl warm als auch kalt sehr gut schmecken. Man kann auch sehr gut Somen-Fadennudeln verwenden, die einen etwas süßlicheren Geschmack haben. Kimchi ist fermentiertes Gemüse, das ähnlich wie unser Sauerkraut einen hohen Vitamin-C-Gehalt hat. Ich habe es bisher noch nicht selber hergestellt, sondern kaufe es fertig im Asia-Laden. Insgesamt benötigt man folgende Zutaten (für 2 Personen):
200g Soba-Nudeln
2 Dosen Kimchi (und den Kimchi-Saft)
1 Teelöffel Zucker (nach Belieben mehr)
3 EL Pepperonipaste (scharf)
4 EL Reisessig
1 EL Sesamöl
2 EL Sesamsamen
1/2 Gurke
2 Eier
2 Zehen Knoblauch (nach Belieben)
Wenn man die Zutaten zusammen hat, dann ist das Gericht gar nicht mehr aufwendig. Und so macht man es:
Man bereitet die Soba-Nudeln entsprechend der Packungsanweisung zu (4 Minuten in kochendem Wasser kochen). Wenn die Nudeln fertig sind, dann ist es wichtig, dass man sie gut mit kaltem Wasser „wäscht“ (herausnehmen und abspülen). Das Kimchi aus den Dosen nehmen und dabei unbedingt den Saft auffangen. Dann das Gemüse in dünne Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken. Alles zusammen in einer Schüssel miteinander vermischen. Reisessig, Sesamöl, Pepperonipaste und Zucker hinzufügen. Die Gurke mit einem Schäler in dünne Streifen schneiden und dann in zarte Stifte hacken. Eier hart kochen, schälen und halbieren. Die Sesamsamen in einer Pfanne ölfrei rösten, solange bis sie beginnen aus der Pfanne zu springen ;)! Dann die Nudeln in einer Schale anrichten, die Kimchi-Mischung hinzufügen, Gurkenstifte und Ei darauf setzten und schließlich mit den Samen bestreuen. Voila – Lasst es euch schmecken!
Übrigens: noch mehr koreanische Rezeptideen findet man auf dieser wunderbaren Seite: http://mykoreankitchen.com/
Zum koreanischen Essen gehört auch traumhaft schöne Keramik, in denen das Essen und verschiedene Sorten von Kimchi serviert werden. Ich habe den Nudelsalat in einfache IKEA-Schalen gefüllt. Das Dekor mit den zarten kleinen Blüten ist selbstaufgemalt. Gewünschtes Asia-Design einfach mit Porzellanmalstift auf weiße Teller malen und fertig ist das koreanische Ambiente.

Korean Summer Food

Korean Food Love