Schlagwort-Archive: Travel around the Mediterranean

Qatar 2016

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Colors of Galicia

Wir waren in Galizien oder auch in „Galifornia“. Der Norden von Spanien hat eine ähnliche wilde Küste, Surfer und Palmen… so wie man es auch in Californien finden kann. Strande, die aussehen wie Kunstwerke. Das Gute ist, es nicht so weit weg – und das Essen ist viel besser – vorausgesetzt man mag alles was das Meer so hergibt: Seekrake (Pulpo: gekocht und nur mit Olivenöl und Paprikapulver auf kleinen Holzbrettchen serviert), Muscheln aller Art (Jakobsmuscheln, Entenmuscheln, Miesmuscheln, Taschenmessermuscheln….) und natürlich Fisch. Ach ja, der Schinken ist natürlich auch super.

Und dann der Camino – der Pilgerweg. Santiago de Compostela – die Stadt, in der es 165 Tage im Jahr regnet, hat eine besondere Atmosphäre. Da treiben sich überall Menschen rum, die hingelaufen sind – oft mehrere hundert Kilometer. Jeder hat eine Geschichte. Bewegend. Die Messe für Pilger, ein riesen Pott Weihrauch, der durch die Kirche schwingt (damit man die Strapazen der Reise nicht riecht, früher war das so!), erleichterte Wanderer, die sich in den Armen liegen…man bekommt Lust loszulaufen…

Was noch: Corunia – die Hauptstadt der Provinz Galiziens; Finis Terre – das Ende der Welt und des Caminos, der Kathedralenstrand im Norden, Fischmärkte und deren Schätze…Santiago de Compostela (1)Galizien (21)Santiago de Compostela (4)

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Colors of Abu Dhabi

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Colors of Malta

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Inselliebe – Inselleben – Inselessen oder…warum in Malta alles besser schmeckt

Malta

Malta…
..ist laut Wikipedia ein Inselstaat im Mittelmeer – man sollte ergänzen – ein kleiner Inselstaat.
Eine Insel versetzt einen in eine merkwürdige Lage, vor allem, wenn es sich um eine kleine Insel handelt – man sieht immer die Begrenzung, man sieht, wo es nicht weitergeht…sich dessen bewusst zu sein, ist ein wenig merkwürdig. Natürlich macht das etwas mit den Menschen, die dort leben. Man kennt sich. Ich glaube nicht, dass man in Malta als junger Erwachsener mal über die Stränge schlagen kann, ohne dass es die Familie bzw. die ganze Insel mitbekommt. Außerdem scheinen alle irgendwie miteinander verwandt zu sein, denn es begegnen einem in Malta immer wieder die gleichen Familiennamen. Aber die Malteser selbst stört das alles am wenigsten: sie sind glücklich dort und unglaublich stolz auf ihr kleines Flecken Erde mitten im Mittelmeer.

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Malta ist in vielerlei Hinsicht von einer aufregenden Mischung aus orientalisch-mediterraner und mediterran-europäischer Kultur geprägt. Zum Beispiel ist das bei der Bauweise so. Man findet geschlossene Balkone im osmanischen Stil neben römisch aussehenden Balkonen.

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Für mich am erstaunlichsten aber ist dieser Mix in der Sprache hörbar. Für meine arabisch-gewöhnten Ohren klang diese Sprache arabisch, dennoch habe ich mit Müh und Not höchstens mal ein Wort verstanden. Komisch! Maltesisch ist eine Mischung aus arabischen Dialekten aus Nordafrika und sizilianischem Italienisch. Genauso wie die Malteser selbst, die schon immer von verschiedenen Einwanderungswellen aus Richtung Norden und Süden geprägt wurden: Griechen, Römer, Sizilianer, Normannen, Araber … Sie alle verschmolzen schon im Mittelalter zu einer homogenen Bevölkerung. Malta macht uns deutlich, wie stark das Mittelmeer ein kollektiver Kulturraum ist, der Europa und die Länder des südlichen Mittelmeerraumes miteinander verbindet. Einwanderung prägte schon immer das Land.

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Die ganze Inselsache hat nicht nur Einfluss auf die Menschen, sondern auch auf die Tier- und Pflanzenwelt. Das wird klar, wenn man maltesisches Essen kostet. Das Olivenöl, die Gewürze, die Kapern (bis Dato habe ich keine gegessen) schmecken intensiv und aromatisch. Ich habe mich wirklich schon über dieses intensive Geschmackserlebnis gewundert, bis ich mich mehr mit der maltesischen Küche beschäftigt habe und herausgefunden habe, dass das auch damit zusammenhängt, dass Malta eine Insel ist. Wieso? Mh, auch der Lebensraum für die Pflanzen und Tiere ist begrenzt und sie können nicht aus den Vollen schöpfen, sondern müssen sich an ein karges Umfeld gewöhnen, das begrenzt ist. Das führt dazu, dass Tiere auch bei ihrer Futterwahl nicht besonders wählerisch sind. Wer da als Pflanze überleben will (also nicht gefressen werden möchte), muss eine besonders hohe Konzentration an Duft- und Geschmacksstoffen ausbilden, die die Tiere abhalten. Und so entstehen die aromatischsten Kräuter. So ähnlich habe ich das auch schon in der Bergwelt von Albanien erlebt….

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Die maltesische Küche macht sich das zum Nutzen und enthält viele Kräuter und mediterrane Gewürze. Sie essen sehr gerne Hase, Fenek, in verschiedenster Form (meist mit Knoblauch und in Rotweinsoße) und natürlich alles was das Meer bietet. Wie es sich für frühere Italiener gehört, gibt es auch ein leckeres Pizza- und Pasta-Angebot – und in Konditoreien deftige Blätterteigtaschen – Pastizzi. Ich koche seit meiner Reise dorthin jetzt öfter maltesisch. Heute stelle gibt es hier eine Tintenfisch-Tomaten-Soße für Pasta. Ehrlich gesagt denke ich, dass diese Tomaten-Soße auch ohne den Tintenfisch jede Pasta bereichert.

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Spagetti Biz-Zalza Tal-Qarnit:

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800g Tintenfisch (ich habe die ganz kleinen Tintenfische namens Moscardini bei meinem Asiatischen Händler des Vertrauens besorgt)
800g Spaghetti
2 Zwiebeln
200g Tomaten
2 EL Tomatenmark
100g Schwarze entkernte Oliven
150g Erbsen
300ml Rotwein (ich habe zur Hälfte den Likörwein Marsala verwendet)
Oktopus-Spagetti , Moscardini, kleine Tintenfische
Abrieb einer Zitrone
Basilikum
Pfeffer und Salz

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Tintenfisch ggf. in kleine Stücke schneiden und in etwas Öl wenige Minuten braten (man sieht, wenn er gar ist). Zwiebeln in Öl auf kleiner Flamme ca. 20 min glasig braten, Tomatenmark und Tomaten dazugeben und kurz anschwitzen. Oliven (einmal durchgeschnitten) und Zitronenzeste dazugeben und mischen. Wein, Erbsen, Tintenfisch und Pfeffer und Salz dazugeben und 30 min köcheln lassen. Dann die Spaghetti bissfest garen und dann alles zusammen mit Basilikum garniert servieren. Mhh, da bekommt man gleich ein Urlaubsfeeling.

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Zum Abschluss noch meine Malta-To-Dos

– Macht eine Wanderung auf dem wunderschönen Coast-Trail im Il Majjistral Nature and History Park im Norden von Malta
– Genießt den phantastischen Sonnenuntergang bei exzellentem mediterranem Essen im Waterpolo Club Ta Xbiex oder macht es euch traditionell-maltesisch gemütlich im Golulu.
– Fahrt nach Rabat und schlendert durch die Medina und lasst euch ein wenig durch den Nachmittag treiben.

Kuklainegypt in Egypt

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Endlich finde ich die Zeit meine kurze Reise nach Ägypten zu reflektieren und etwas davon aufzuschreiben. Kairo im Frühling 2015 – vor drei Jahren habe ich das nach-revolutionäre Land verlassen. Seitdem bin ich nur sporadisch zurückgekehrt. Viel ist in der Zwischenzeit passiert, die meisten Leute würden sagen, dass es nichts Gutes war. Ich habe lange überlegt, was das für ein Post werden soll. Ein politisches Plädoyer für Demokratie und die Einhaltung der Menschenrechte? Ein trauriger Rückblick auf eine verkorkste Revolution und die politische Stagnation in Ägypten? Ein Aufschrei, weil so viele junge, intelligente und engagierte Aktivisten in großer Zahl und teilweise ohne ordentlichen Prozess im Gefängnis sitzen und sich wegen ihrer Enttäuschungen um einen friedlichen Weg in Richtung Demokratie radikalisiert haben? Wütende Worte, weil viele Menschen hier in Deutschland ihre billigen Urlaubsziele in Gefahr sehen, ihnen jemand, der dort für „Ordnung und Stabilität“ sorgt, lieber wäre und die nun auch noch aus Angst vor Überfremdung im eigenen Land lieber mal vorsorglich auf die Straße gehen – denn man weiß ja nie, wie nah dieser Nahe Osten einem kommt…. Natürlich hätte idealerweise vieles ganz anders laufen müssen. Ist es aber nicht. Ist es im Übrigen auch nicht in Europa. Bis die zentraleuropäischen Staaten stabile Demokratien wurden, mussten einige (auch gescheiterte) Revolutionen und sogar Weltkriege, die unsägliches Leid über die Zivilbevölkerung brachten, über den „Kontinent der Aufklärung“ hinwegfegen. Außerdem gingen dort die Demokratisierungsentwicklungen mit dem industriellen Zeitalter einher, der einer wachsenden Mittelschicht stabile Einkommensverhältnisse bescherte. Ich halte es deshalb für ziemlich hochnäsig, wenn man mit der europäischen Brille in den diversen Meinungsmedien vom „Arab Winter“ als der stagnierenden, kalten und düsteren Periode in der arabischen Demokratieentwicklung spricht. Dazu passt jetzt natürlich auch noch das Bild der mordenden IS-Kämpfer. Blöd aber auch, dass man in den Irak einmarschieren musste. Und blöd auch, dass man die demokratischen Kräfte in Syrien 2011 nicht stärker unterstütz hat – so wie in Libyen – da war es offensichtlich kein Problem einiger westlicher Staaten mitzuhelfen, den langjährigen Despoten Gaddafi zum Fall zu bringen. (Anmerkung: ich weiß, dass das Libyen bisher auch nicht zu einer Demokratie gemacht hat!). Dennoch zeugt es von einer gewissen Doppelmoral wie sie aus der arabischen Perspektive Charakteristisch für die Außenpolitik vieler europäischer Staaten ist. Ich merk schon, ich schreibe mich gerade in Rage und höre deshalb jetzt mal lieber wieder auf damit und zeige euch stattdessen, die vielen kleinen wunderbaren Dinge in Kairo – einer Stadt, der ich mit Haut und Haaren verfallen bin. Ich zeige euch keine Pyramidenfotos, sondern die kleinen, leisen Eindrücke, die ich in drei Tagen Konferenzkurztrip gesammelt habe. Dazu gehört natürlich auch eine Auswahl meiner Lieblingsshops!

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Oum El Dounia ist ein beliebter kleiner Laden für ägyptische Volks- und Handwerkskunst mitten im Stadtzentrum – nicht weit weg vom ägyptischen Museum. Oum El Dounia ist auch einer der Beinamen von Kairo und bedeutet „Mutter der Welt“. Ja das ist schon passend für diese riesige und widersprüchliche Stadt. Es erinnert mich immer an das Zitat: „Hast du Kairo nicht gesehen, so hast du die Welt nicht erblickt.“ Vom kleinen Balkon des Ladens in der ersten Etage eines unscheinbaren Gebäudes schaut man direkt auf den berühmt gewordenen Tahrirplatz. Dort bekommt man auch gerne eine Tasse Tee serviert und kann etwas verweilen. Der Laden bietet ein buntes Sammelsurium an Keramik, Handgemachtes, Stoffen und eine gute Auswahl an Büchern mit dem Themenfokus Ägypten. Wer sich auf den Weg ins Museum macht, sollte unbedingt auch dort vorbeischauen (ca. 3 min Fußweg): 3, Talaat Harb Street (jeden Tag geöffnet).

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Mein absoluter Liebling in Kairo vor allem zum Einkauf von meiner heiß geliebten ägyptischen Keramik mit ihren naiven Naturmotiven ist Fair Trade Egypt. In diesem Laden im schicken Botschaftsviertel Zamalek werden Waren aus den Oasen und weit abgelegenen Gebieten Ägyptens angeboten. Das Geld fließt größtenteils zurück in die Gemeinschaften und unterstützt die lokalen Communities vor Ort. Der Laden ist etwas versteckt in einer Seitenstraße 27, Yehia Ibrahim. Er befindet sich im ersten Geschoss, Apartment 8. Die Wegsuche lohnt sich. Der Laden ist täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

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Wer den etwas luxuriöseren orientalischen Wohnstil bevorzugt, schaut auch auf Zamalek in der Caravanserai vorbei. Dort werden wunderschöne Wohnaccessoires des Designers Hadeel Messallam angeboten. Der Laden befindet sich in der mit vielen weiteren kleinen Läden gespickten Ahmed Heshmat Straße (Nr. 15).

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Mein Lieblingsmitbringsel von dieser Reise ist ein neues buntes Kissen mit traditionellen ägyptischen Figuren bestickt. Gekauft in Oum El Dounia.

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Gegessen habe ich in meinem Lieblingsrestaurant – einem wunderschönen Libanesen Taboula in Garden City (1, Latin American Street). Mhhhh

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Oasenfeeling

Heute nehme ich euch mit in die Oase und zeige euch, wie es sich dort in einem Lehmhaus wohnt. Bei einem Lehmhaus werden die Möbel oft gleich „mitgebaut“. Das Leben dort ist einfach und ohne Schnick Schnack. Wenn es doch Möbel gibt, dann sind sie aus Palmenholz und –blättern gebaut. Genau wie das Dach. Ein paar Tage in so einer Oase und in einem solchen Haus machen riesen Spass und entspannen ungemein. Diese Oase hier befindet sich natürlich in Ägypten – ja, da gibt es auch noch andere tolle Sachen außer Pyramiden und Tempel. Glücklicherweise ist in einer Oase die Wüste nie weit, so dass man herrliche Ausflüge in die unglaubliche Weite machen kann. Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte unbedingt auch in der Wüste übernachten. Die Stille und die Sterne sind einfach wunderbar dort.

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Kukla in Egypt – Handmade in Egypt

Wenn man hierzulande an Ägypten denkt, dann denkt man doch vor allem an Pyramiden, Strandurlaub und seit einiger Zeit vielleicht auch an eine Facebook-Revolution. Mit letzteren habe ich mich eingehend beschäftigt und deshalb bisher schon sehr viel Zeit in Ägypten verbracht. Allerdings möchte ich heute mal einen ganz anderen Aspekt von Ägypten in den Mittelpunkt rücken. Das Land hat nämlich auch für Deko-Begeisterte einiges zu bieten und vor allem in den ländlichen Regionen findet man jede Menge Selbstgemachtes. Es lohnt sich in jedem Fall einiges davon mit nach Hause zu schleppen und meine schönsten Teile stelle ich euch heute kurz vor.

Fayyoum

Fayyoum Egypt

Fayyoum Egypt II

Zuerst geht es auf eine Reise ins Fayyoum. Das ist eine Oasenstadt ca. 90 km südlich von Kairo. Die Gegend dort ist bekannt für ihre Töpferkunst. Es gibt Dörfer, in denen sich fast jede Familie der Töpferei verschrieben hat. Das Angebot an Schüsseln, Tellern und Tassen ist riesig und der Stil reicht von bäucherlich-naiven Motiven bis hin zu recht kunstvollen Produkten. Immer ist die Pflanzen- und Tierwelt, die die Menschen dort umgibt, das wesentlichste Gestaltungsmotiv. Man kann einen Spaziergang von Hof zu Hof machen und sich die schönsten Stücke reservieren.

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Neben dem Töpferhandwerk werden auch Stoffe hergestellt und zu wunderschönen Tagesdecken und Kissen verarbeitet.

Decke Fayyoum

Egyptian Handycraft

Ein anderer Ort zum Stöbern und einkaufen ist das Ramses Wissa Wasef Art Center (http://www.wissawassef.com/) am Rande von Kairo. Dort findet man sehr hochwertige und kunstvolle Webteppiche sowie durch Batikkunst verschönerte Tischdecken, Kissen und Stoffe. Zum Art Center gehörte bis vor kurzem auch eine Töpferei, in der mit Ton aus Aswan wunderschöne mit Vögeln verzierte Produkte entstanden.

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Batic Art

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In Kairo selbst gibt es mittlerweile auch eine Vielzahl an kleinen Läden mit Selbstgemachtem und Kunsthandwerk. Dort findet man auch wunderschöne Teppiche, Tablets, Kerzen, Schmuck oder bedruckte Stoffe, die mit arabischen Schriftzeichen oder Sprüchen in arabischer Schrift versehen sind. Wer Metallwaren wie Lampen oder traditionellen Wandschmuck möchte, der sollte sich unbedingt auf den Weg zum Khan El-Khalili machen. Dort sind zum Beispiel die Zeltmacher zu finden (http://www.quilts.de/artikel/artikel-zu-textilen-themen/die-zeltmacher-von-kairo.html) . Dabei handelt es sich um ein Kunsthandwerk, dass es nur in Ägypten gibt. Von den Zeltmachern werden Quilts mit phantastischen Mustern und ägyptischen Bildmotiven angefertigt. Ursprünglich dienten sie zum Ausstaffieren von Festzelten bei Feierlichkeiten. Heute schmücken sie auch meine Wohnung…Zeltmacher Egypt

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Ein Must See am Mittelmeer: Albanische Berg- und Strandwelten

Wandern albanische Alpen

Bei Albanien denken die wenigsten an ein Mittelmeer-Reiseland. Ist es aber und wird es in den nächsten Jahren bestimmt immer mehr werden. Wer also auf der Suche nach einem Geheimtipp mit einsamen Stränden und herrlichen Bergwelten ist, der hat noch ein wenig Zeit dieses wunderbare Land zu erkunden. Ich habe zusammen mit meinem Mann schon 2013 eine Balkantour gemacht, die uns auf dem Weg nach Griechenland auch mehrere Tage durch Albanien führte. Von unseren albanischen Erfahrungen und Eindrücken möchte ich euch hier in der Hoffnung berichten, dass sich auch andere Mittelmeer-Abenteurer auf den Weg in eines der unbekanntesten Länder Europas machen.
Etwas sehr Auffälliges in Albanien sind die Bunker. Überall stehen sie in der Gegend herum. Die Bunker, die so vielzählig sind, dass die gesamte albanische Bevölkerung hinein passen soll, sind ein Ergebnis der langen Isolation Albaniens von der Weltgemeinschaft. Enver Hoxhas regierte das Land von 1944-1985 autokratisch und entwickelte die Paranoia, dass wahlweise die Russen, die Chinesen oder die Amerikaner das Land angreifen werden. Das hat dazu geführt, dass Albanien mit Bunkern überzogen wurde und über viele Jahre hinweg weder jemand in das Land hinein, noch einer aus dem Land heraus kam. Deshalb gibt es in Albanien noch viele endemische Tier- und Pflanzenarten (was wiederrum eine einigermaßen merkwürdige Leute wie Hobby-Schmetterlingsforscher nach Albanien verschlägt). Durch die langanhaltende Isolation auch von der Weltwirtschaft gehört das Land zu den strukturschwächsten und ärmsten Regionen Europas. Allerdings ist ein Enthusiasmus unter den mehrheitlich jungen Albanerinnen und Albaner zu verspüren, der zusammen mit einem neuen von Auslandsalbanern angekurbelten Bauboom eine aufstrebende Zukunft verspricht.
Wir sind über Montenegro nach Albanien eingereist. Allerdings nicht ohne in Herceg Novi auf Empfehlung eines Freundes die besten Cevapcici des Balkans verdrückt zu haben. Das leckere Hackfleischgericht wird mit jeder Menge Krautsalat serviert. Die Einreise mit dem Auto ist für deutsche Staatsbürger völlig problemlos und entgegen wilder Erzählungen auf asphaltierten Straßen möglich. Unsere erste Station haben wir in der nordalbanischen Stadt Shkoder in einer wunderschönen Pension gemacht, wo ausschließlich traditionelles Essen (z.B. Schmorlamm mit Pflaumen) auf den Tisch kommt. Die Pension (http://www.hoteltradita.com/) dient gleichzeitig als eine Art Volkskundemuseum. So bekommt man sofort einen authentischen Eindruck vom Land, der die vielen Vorurteile, die wir mit im Gepäck eingeschleppt hatten, schnell vergessen ließ. Von dort aus sind wir aufgebrochen nach Theti – ein Tal in den albanischen Alpen. Albanien hat eine wunderschöne Bergregion, die von Barbara – einer sehr sympathischen Schweizerin (wir haben sie zufällig dort getroffen) – und mit Hilfe eines Entwicklungsprojektes der deutschen GIZ mit unzähligen markierten Wanderrouten ausgestattet ist. Allerdings muss man das eigene Auto, sofern es sich nicht um einen 4by4 handelt, stehen lassen und auf einen der vielen Allrad Minibusse umsteigen. Das Tal, in dem wir mehrere Nächte im Gästehaus einer albanischen Familie übernachtet haben, gehört zu einer abgelegenen Region (es gibt hier übrigens überall bessern Internet- und Handyempfang als in manchen Teilen von Berlin!). Als das Land von den Osmanen besetzt wurde, haben sich einige Albaner in diese Bergregion zurückgezogen. Im Rahmen des GIZ-Projektes soll sanfter Tourismus gefördert werden, der die Entwicklung der Region voranbringt und gleichzeitig die atemberaubend schöne Natur mit den 2700m hohen Berggipfeln erhält. Wir haben die Kontaktdaten einer Familie in Theti von einer Freundin, die im Projekt gearbeitet hat, erhalten und sind für ein paar Nächte in ein traditionelles Wohnhaus mit Küche im Garten (siehe Foto) gezogen. Kontaktmöglichkeiten findet man online über die Seite der Deutschen Botschaft in Tirana (http://www.tirana.diplo.de/contentblob/1679128/Daten/106050/Download_gtz_theth.pdf) und auch im erhältlichen Wanderführer Nordalbanien (Autoren: Christian Zindel & Barbara Hausammann).
Dann sind wir zwei Tage lang losgewandert: zu imposanten Wasserfällen, durch Flussbetten hindurch und über Bergwiesen, die derart mit Heilkräutern bewuchert waren, dass es dort so gerochen hat, wie die Ricola-Lutschpastillen schmecken. Wir können jedem, der gerne wandert und ein bisschen Lust auf Abenteuer hat, die Reise in die albanischen Alpen nur nachdrücklich empfehlen.

Tethi Unterkunft Tethi Wandern in Tethi

albanische Bergwelt albanische Alpen Albanien Albania Tethi in Albanien Wandern in Albanien

Nach den Bergen mussten wir natürlich unbedingt noch für ein paar Tage ans Meer. Und auch hierfür bietet Albanien mehrere 100km lange, teilweise bebaute und teilweise völlig einsame Strände. Man benötig gutes Straßenkartenmaterial, weil die Beschilderung teilweise etwas irreführend ist und man sollte auch auf den kurzen Autobahnstrecken (die Straßeninfrastruktur wird gerade erst aufgebaut) nicht zu schnell fahren, denn es gibt immer mal wieder Straßenschäden. Wir haben uns für die letzten albanischen Tage für einen wunderschönen kleinen Naturcampingplatz in Himare – in Südalbanien – entschieden, wo man mit Blick auf das Meer aufwachen, frühstücken und auch wieder einschlafen kann. Auf dem Weg nach Griechenland haben wir uns noch die Stadt Gjirokaster angeschaut, die seit 2005 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Es ist eine alte Handelsstadt, deren Häuser an extrem steile Hänge gebaut wurden und wegen der vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in dieser Gegend mehr Wehr- als Wohnhäuser sind. Gjirokaster ist ein schönes kleines Städtchen mit engen Gassen und etwas verfallenem Flair. Wir würden uns allerdings für die Zukunft wünschen, dass Teile der Stadt restauriert werden und die Sehenswürdigkeiten für Besucher besser zugänglich wären. Wir haben uns manchmal etwas verloren gefühlt und haben deshalb auch keinen größeren Stopp in der Stadt gemacht, sondern sind nach einer kurzen Besichtigungstour weiter nach Hellas gefahren. Wir können Albanien allen Mittelmeerliebhabern nur wärmstens ans Herz legen. Sicher wird auch der moderne Massentourismus in dieses noch recht günstige Land Einzug halten. Wer sich für einen Urlaub in Albanien entscheidet, muss unbedingt den wirklich leckeren und recht dunkel gefärbten Berghonig probieren und mitnehmen! Neben der Mittelmeerküche sind Kürbis- und Zuchinikuchen ein kulinarisches Muss bei einem Besuch. Einen Rezeptvorschlag für einen solchen Kuchen findet ihr in den nächsten Tagen auch auf meinem Blog unter der Kategorie „Essgelüste“.

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Südalbanien Strand Albanien Meer Albanien Kirche Albanien